Energieeffizienzklassen A+ bis H

Die Buchstabenskala kennt jeder vom Kühlschrank. Beim Haus steht dahinter ein konkreter Zahlenwert – und der entscheidet mit über den Preis Ihrer Immobilie.

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Die Tabelle

Die Klassen richten sich nach dem Endenergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Maßgeblich ist Anlage 10 des Gebäudeenergiegesetzes.

KlasseEndenergie in kWh/(m²·a)Einordnung
A+unter 30Passivhaus-Niveau
Aunter 50Neubaustandard, sehr effizient
Bunter 75Effizienter Neubau oder Vollsanierung
Cunter 100Guter Standard
Dunter 130Durchschnittlicher Bestand
Eunter 160Teilsanierter Altbau
Funter 200Sanierungsbedarf erkennbar
Gunter 250Deutlicher Sanierungsbedarf
Hab 250Unsanierter Altbau

Was ist ein typischer Wert?

Ein unsanierter Altbau aus den 1960er- oder 1970er-Jahren landet häufig bei G oder H. Ein Haus mit neuen Fenstern und gedämmtem Dach erreicht oft E oder F. Nach einer energetischen Vollsanierung sind C oder besser realistisch, ein aktueller Neubau liegt meist bei A oder A+.

Der Bundesdurchschnitt für Wohngebäude liegt grob im Bereich der Klasse D bis E – wer dort landet, steht also nicht schlecht da.

Warum die Klasse zunehmend wichtiger wird

Die Effizienzklasse steht seit Jahren in jeder Immobilienanzeige und ist für Kaufinteressenten ein schnelles Orientierungsmerkmal. Studien zeigen einen messbaren Preisabschlag für Gebäude in den schlechten Klassen.

Hinzu kommt die europäische Perspektive: Die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie sieht vor, dass die energetisch schlechtesten Gebäude schrittweise verbessert werden. Für Wohngebäude stehen dabei Zwischenschritte bis 2030 und 2033 im Raum.

Die Klasse verbessern – womit es sich lohnt

  • Dämmung der obersten Geschossdecke – oft die günstigste wirksame Maßnahme
  • Austausch alter Fenster mit Einfach- oder alter Doppelverglasung
  • Dämmung der Kellerdecke
  • Erneuerung einer Heizung, die älter als 20 Jahre ist
  • Hydraulischer Abgleich und Dämmung der Heizungsrohre – geringe Kosten, spürbare Wirkung

Häufige Fragen

Welche Energieeffizienzklasse ist gut?

Ab Klasse C gilt ein Wohngebäude als gut. D und E entsprechen dem Durchschnitt des Bestands, F bis H zeigen deutlichen Sanierungsbedarf.

Bezieht sich die Klasse auf Endenergie oder Primärenergie?

Auf die Endenergie. Der Primärenergiebedarf steht ebenfalls im Ausweis, ist für die Klasseneinstufung bei Wohngebäuden aber nicht maßgeblich.

Kann sich meine Klasse ohne Umbau ändern?

Bei einem Verbrauchsausweis ja – ein sparsamerer Nutzer oder milde Winter senken den Kennwert. Deshalb wird der Heizverbrauch mit Klimafaktoren bereinigt, um solche Effekte abzumildern.

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